
Auf dem Parkplatz vom Baumarkt läuft im Autoradio ein Lied, und ein Mann Ende fünfzig bleibt sitzen, bis es zu Ende ist. Danach schreibt er an Tobias, seinen Jugendfreund, den er seit Jahrzehnten nicht gesehen hat.
In seiner Werkstatt liegt noch die graue Kassette mit dem abgeknickten Etikett, zwischen Sicherungen und einem Maßband, das nicht mehr einrollt. Abspielen kann er sie längst nicht mehr. Auf dem Etikett steht in Tobias' Schrift ein Sommer, an den er sich deutlicher erinnert als an jedes andere Jahr: Lieder, von Kassette auf Kassette überspielt, die Füße an der Heizung, ein Lauf bis zum Wasserturm im Regen.
Ein Brief über eine Freundschaft, die ohne Streit und ohne Abschied einfach leiser geworden ist, und über die Geräusche, die man damals mit aufgenommen hat, ohne es zu wollen.

























