
Mit Ben, Yusuf, Nadja und Pjotr
Drei Menschen halten in dieser Nacht etwas fest, das sich kaum festhalten lässt. Yusuf, seit drei Wochen Nachtportier in einem Parkhaus, will wissen, ob er verrückt ist. Nadja räumt die Wohnung ihres verstorbenen Bruders aus und kommt an einer Tube Senf nicht vorbei. Und Pjotr, seit über sechzig Jahren Uhrmacher, tut etwas, das allem widerspricht, was er gelernt hat.
In der dritten Etage zeigt eine Kamera auf einen Verkehrsspiegel. Wer davor winkt, winkt unten im Glaskasten eine Sekunde später zurück, schwarzweiß und grobkörnig. Die Senftube ist mittelscharf, halb leer und noch sieben Monate haltbar. Pjotr nimmt jeden Abend die Knopfzelle aus seiner Armbanduhr, legt sie in eine Untertasse auf dem Nachttisch und lässt die Uhr absichtlich nachgehen. Ben fragt Yusuf nach dem Wie statt nach dem Warum.
Eine Folge über die Sekunde, in der man neben sich steht, und über ein kleines Plättchen, das nachts im Mondlicht silbern aufblitzt.




















