
Ein Dosenöffner, einunddreißig Sommer alt, gekauft im Baumarkt für eine Mark neunundneunzig. Er wohnt in einer Schublade, die zweimal ruckelt, bevor sie nachgibt, in einem Wohnwagen auf Platz siebenundvierzig. Er ist der Regenbeauftragte: Bei Sonne wird gegrillt, aber sobald es aufs Dach trommelt, ist er dran.
Was in der Dose ist, erkennt er am Widerstand: Tomate klebt, Ananas beißt, Kondensmilch zieht Fäden, Erbsen machen nie Ärger. Er kennt jede Hand, die ihn dreht, vor allem die von Tietjen, dessen Daumen eine Mulde in seinen Griff gedrückt hat. Seit die Nachbarin Saskia ihn sich einmal geliehen hat, sitzt der Nachbarwagen bei Regen mit am Tisch. Und er erzählt, dass man die ersten Konservendosen noch mit Hammer und Meißel öffnen sollte.
Eine Folge über ein Ding, das man nicht mehr braucht und trotzdem nimmt, über Nachbarschaft auf dem Campingplatz und über Hände, die mit den Jahren schwächer werden.





















