
Mit Kornmann, Rosi, Detlef und Jule
Auf dem Mond gibt es keinen Wind, ruft Detlef, und trotzdem weht die Fahne. Ausgerechnet er soll in Kornmanns neuem Werk „Ein Schritt für die Ewigkeit“ den ersten Menschen auf dem Mond spielen, in einem Heldenstück in 3 Stufen. Die Heimleiterin schreibt, damals sei im ganzen Heim jeder wach gewesen. Detlef hält die Mondlandung für gestellt, und Jule widerlegt geduldig ein Argument nach dem anderen.
Detlef heißt im Werk Kommandant Hellwig, weil Kornmann weiß, wie er Englisch ausspricht. Jule ist die Bodenstation, die Stimme der Vernunft, wie sonst auch. Rosi kreist als Dritte an Bord allein um den Mond. Das ist für sie wie Warten im Auto, nur mit mehr Ruhe, und Stullen hat sie auch eingepackt.
Für den Mondstaub knirscht Kakaopulver in einer Backform, weil Grau nicht im Angebot war. Der Wäscheständer gibt die Landebeine, ein Schaschlikspieß im Blumenkohl die Fahne, und die Rakete ist ein Luftballon mit dem Aufdruck „Herzlichen Glückwunsch“. Jule hat unter Mond nach Startmusik gesucht und eine Spieluhr gefunden. Beim Countdown rutscht der Ballon bei 3 davon und landet in Detlefs Kaffee. Bei der Landung fragt der Kommandant, ob die Studiotür abgeschlossen ist, und dann piept ein Rauchmelder mit leerer Batterie.
Eine Folge von „Ruhe Aufnahme“ über einen Helden, der nicht an seine eigene Reise glaubt, über eine Rakete zum Geburtstag und über eine Nacht, in der alle wach waren.








