
Mit Kornmann, Rosi, Detlef und Jule
Auf ausdrücklichen Wunsch des Seniorenheims wird es finster: Die Damen im zweiten Stock wollen endlich einmal einen Mord. Kornmann liefert „Der Schatten im Salonwagen“, einen Kriminalfall im Nachtexpress, in dem niemand ist, wer er zu sein scheint.
Detlef ist Kommissar Brettschneider und sucht verzweifelt nach einem Satz, der sein Markenzeichen werden soll. Rosi, die vierzig Jahre Leberwurst verkauft hat, spielt die Gräfin von Hohenstein mit Mops. Jule ist die Schaffnerin, die mehr weiß, als sie sagt. Und Kornmann übernimmt die anspruchsvollste Rolle von allen: den toten Baron Lindemann, der mit seinem Schweigen alles sagen soll. Für den Zug klappert Rosi mit zwei Teelöffeln auf ihrer Kuchendose, für den Schuss hat sie eine Brötchentüte dabei, und für alle gibt es Mettbrötchen.
Dann geht es los. Der Kommissar überführt die Gräfin schon auf Seite eins, draußen fährt ein echter Zug vorbei und stiehlt die Szene, die Spannungsmusik groovt wie eine Funkband, die Brötchentüte platzt zu früh, und die Leiche hält einen Monolog. Das größte Problem zeigt sich aber erst, als die Auflösung ansteht: Niemand weiß, wer der Mörder ist, nicht einmal der Autor.
Eine Folge von „Ruhe Aufnahme“ über Anfänge, die leichter fallen als Enden, über Spurensicherung am Laptop und über die Kunst, einen Fall zu lösen, den noch niemand zu Ende geschrieben hat.








