
Mit Kornmann, Rosi, Detlef, Jule und Kalle
Heute reitet der Hörspielkreis in den Westen. „Der Einsame von Silberstaub“ ist ein Western in drei Staubwolken, mit einem namenlosen Revolverhelden, einer Saloonwirtin und dem Schurken, dem Schwarzen Ewald. Und mit einem Neuen: Detlef hat seinen Schwager Kalle mitgebracht, der eine Stimme wie ein Radiomoderator haben soll.
Kalle, Automechaniker, einmal drei Minuten live bei einem Gewinnspiel und seitdem stolzer Besitzer eines Toasters, bekommt die Rolle des Barkeepers. Er hat genau einen Satz: „Ein Whiskey für den Fremden.“ Die Schwierigkeit besteht darin, ihn zur richtigen Zeit und in der richtigen Reihenfolge herauszubringen. Nach drei Tassen Kaffee ist Kalle außerdem sehr wach, und den Regisseur nennt er beharrlich Herr Kornblume.
Rosi hat für den Wilden Westen gepackt: zwei Kaffeebecher auf einem Holzbrett als Pferd, ihren Schlüsselbund als Sporen, ein Lineal als Schuss, Salzstangen für das knisternde Lagerfeuer und die Tür ihres Küchenschranks, die seit 1980 so schön quietscht, als Saloontür. Nicht alles davon übersteht den Nachmittag. Die Saloonmusik klingt verdächtig nach Hawaii, und irgendwann ist es im Keller stockdunkel.
Eine Folge von „Ruhe Aufnahme“ über Menschen, die glauben, dass sie immer alles kaputtmachen, über einen Western im Licht eines Laptops und über den richtigen Satz zur richtigen Zeit.








