
Mit Arne und Merle
Hollywood, 1940. Hedy Lamarr ist fünfundzwanzig und seit dem Film Algiers ein Star, die Werbung nennt sie die schönste Frau der Welt. Nachts aber sitzt sie an einem Zeichentisch und erfindet. Bei einem Abendessen lernt sie den Komponisten George Antheil kennen, und die beiden beginnen, an einer Idee zu arbeiten: einer Funksteuerung für Torpedos, die der Gegner nicht stören kann.
Die Lösung finden sie ausgerechnet in einer Klavierrolle. Antheil hatte in Paris einmal ein Stück für sechzehn selbstspielende Klaviere geschrieben, die nie im Takt bleiben wollten. Achtundachtzig Lochreihen, achtundachtzig Frequenzen, und Sender und Empfänger springen gemeinsam von einer zur nächsten. Dazwischen erzählt die Folge von Hedwig Kiesler aus Wien, von ihrer Ehe mit einem Waffenfabrikanten, der ihre Filmkopien aufkaufen ließ, und von einem Filmmogul, der ihr auf einem Ozeandampfer einen neuen Namen gab.
Eine Folge über ein Patent, das kaum jemand las, über eine Frau, die man vor allem ansah, und über die Frage, was es braucht, damit jemand als Erfinderin ernst genommen wird.





