Zwölf Minuten

Thriller, 21 Minuten, beklemmend

Zweihundert Meter unter der Erde, drei Uhr siebenundvierzig: Oberstleutnant Martin Kessler hat allein Dienst in der Kommandozentrale Schacht neun, als der Alarm losgeht. Auf der Karte nähern sich vier rote Punkte. Aus dem Lagezentrum kommt der Befehl zum Vergeltungsschlag. Für den letzten Schritt muss Martin einen silbernen Schlüssel aus einer Glasvitrine nehmen, und dafür hat er zwölf Minuten.

Wer spricht

Martin Kessler
Oberstleutnant, vierundfünfzig, seit achtundzwanzig Jahren im Dienst. Die Ablösung kommt erst um sechs.
Renate Scholz
Oberst im Lagezentrum, siebzig Kilometer entfernt. Über die verschlüsselte Leitung gibt sie die Befehle.
Erzähler
Begleitet Martin durch die Nacht unter der Erde.

Gut zu wissen

  • In den Bunkern der amerikanischen Minuteman-Raketen war nie jemand allein. Für einen Start mussten zwei Offiziere gleichzeitig ihre Schlüssel drehen, und die Schlösser lagen so weit auseinander, dass einer allein nicht beide erreichen konnte.
  • Das deutsche Soldatengesetz verlangt Gehorsam und zieht ihm Grenzen: Einen Befehl, der die Menschenwürde verletzt, muss niemand befolgen. Ein Befehl, durch den eine Straftat begangen würde, darf nicht befolgt werden.

Zwölf Minuten

Ein Hörspiel von Nachklang. 21 Minuten.