Jonas will die Schränke in der Wohnung seiner verstorbenen Mutter Margot ausräumen. Es riecht noch nach Kaffee und ihrer Seife, und am Anrufbeantworter blinkt das Licht: siebenundzwanzig gespeicherte Nachrichten. Er drückt auf Abspielen und hört seine eigenen Anrufe aus vielen Jahren. Der erste beginnt wie viele: „Mama, ich bin's. Hör mal, ich wollte nur kurz …“
- Jonas
- Margots Sohn. Er räumt ihre Wohnung aus und hört die Nachrichten ab, die er ihr hinterlassen hat.
- Margot
- Seine Mutter, Margot Lindner. Ihre Stimme kommt aus den Ansagen des Anrufbeantworters.
Gut zu wissen
- Schon 1898 nahm der Däne Valdemar Poulsen seine Stimme auf einem Stahldraht auf. Sein Telegraphon war ein früher Anrufbeantworter. Auf der Weltausstellung 1900 in Paris zeichnete es die Stimme von Kaiser Franz Joseph auf.
- Der Schauspieler Oswald Laurence sprach für die Londoner U-Bahn „Mind the gap“. Nach seinem Tod 2007 wartete seine Witwe in der Station Embankment oft auf den Zug, nur um seine Stimme zu hören. 2013 holte die Verkehrsgesellschaft die Ansage für sie zurück.