Der letzte Zug

Mystery, 22 Minuten, tröstlich

Nora Steinfeld aus Berlin entwickelt neuronale Netze. In Prag, gegenüber der astronomischen Uhr, betritt sie eine Uhrmacherwerkstatt ohne Schild, in der Dutzende Uhren ticken, keine im gleichen Takt. Der Uhrmacher August hat dort den Schachtürken restauriert und darin einen zweiten Mechanismus gefunden: 362 Zahnräder, 17 Federsysteme und eine Nockenwelle. Nora will verstehen, wie er funktioniert.

Wer spricht

Nora Steinfeld
Entwicklerin aus Berlin. Sie baut neuronale Netze und ist gekommen, um den Automaten zu prüfen.
August
Alter Uhrmacher in Prag. Er hat den Schachautomaten restauriert und führt ihn Nora vor.
Erzähler
Begleitet Nora durch die Werkstatt.

Gut zu wissen

  • Den echten Schachtürken führte Wolfgang von Kempelen 1769 in Wien der Kaiserin Maria Theresia vor. Im Kasten saß ein Mensch. Er verfolgte die Züge über Magnete unter dem Brett und lenkte den Arm mit Hebeln und Seilzügen.
  • Das Original verbrannte 1854 in Philadelphia. Im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn steht ein funktionierender Nachbau, der am 25. März 2004 seine erste Partie spielte.
  • Die astronomische Uhr am Altstädter Rathaus in Prag stammt aus dem Jahr 1410. Jede Stunde von 8 bis 23 Uhr erscheinen dort zwölf Apostel in zwei kleinen Fenstern. Die heutigen Figuren schnitzte Vojtěch Sucharda 1948, die älteren verbrannten im Mai 1945.
  • Nora erwähnt AlphaZero. DeepMind stellte das Programm Ende 2017 vor: Es kannte nur die Regeln und spielte Millionen Partien gegen sich selbst. Nach vier Stunden Training spielte es stärker als Stockfish.

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Der letzte Zug

Ein Hörspiel von Nachklang. 22 Minuten.