Bis zum Ende

Drama, 14 Minuten, melancholisch

Hamburg-Eimsbüttel, dritter Stock. Nach sieben Jahren räumen Jonas und Nora ihre gemeinsame Wohnung aus, an den Wänden sind nur noch helle Rechtecke, wo Bilder hingen. Jonas bekommt die Kunstbände und will die Küchensachen nach Liste verteilen. Dann ist da noch die Schallplatte aus dem Regal: Jacqueline du Pré spielt das Cellokonzert von Edward Elgar.

Wer spricht

Jonas
Architekt, sieben Jahre mit Nora zusammen. Er sieht in jedem Gebäude Tragwerke und Sichtachsen.
Nora
Cellistin im Kammerorchester Hamburg. Sie hört überall Tonarten.
Erzähler
Beschreibt, wo die beiden gerade sind und wie es dort riecht.

Gut zu wissen

  • Edward Elgar schrieb sein Cellokonzert 1919, kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Die Uraufführung in London misslang, weil zu wenig Zeit zum Proben blieb.
  • Im Orchester saß damals der 19-jährige Cellist John Barbirolli. 1965 dirigierte er die Aufnahme mit Jacqueline du Pré und dem London Symphony Orchestra, die das Konzert erst populär machte.
  • Jacqueline du Pré gab 1973 mit 28 Jahren ihr letztes Konzert, im Oktober bekam sie die Diagnose Multiple Sklerose. Sie starb 1987 mit 42 Jahren.

Bis zum Ende

Ein Hörspiel von Nachklang. 14 Minuten.