Befund: Unauffällig

Drama, 22 Minuten, verletzlich

Lena Krause ist Grafikdesignerin und lebt davon, klar zu denken. Seit einem grippalen Infekt Anfang Oktober kommt sie nicht wieder auf die Beine, sie vergisst mitten im Satz, was sie schreiben wollte, und plant den Weg zum Supermarkt wie andere einen Umzug. Ihr Hausarzt Dr. Bremer schickt sie zum großen Blutbild und zu Fachärzten. In jedem Befund steht dasselbe Wort: unauffällig.

Wer spricht

Lena
Grafikdesignerin, freiberuflich. Vor dem ersten Termin legt sie sich jeden Satz über ihre Beschwerden zurecht.
Dr. Bremer
Lenas Hausarzt mit Praxis in der Schillerstraße. Sein Rat: Geben Sie dem Körper Zeit.
Dr. Feldmann
Leitet eine Tagesklinik für Psychosomatik, in der es nach Räucherstäbchen und Tee duftet.
Dr. Vasić
Immunologin. Ihre Praxis liegt im dritten Stock eines Altbau-Hinterhofs.
Erzähler
Begleitet Lena durch Wartezimmer, Sprechzimmer und Monate.

Gut zu wissen

  • „Unauffällig“ heißt im Laborbefund: Der Wert liegt im Referenzbereich. In diesem Bereich liegen die Werte von 95 Prozent aller gesunden Menschen, fünf von hundert Gesunden liegen also außerhalb.
  • Für manche Erkrankungen gibt es keine Untersuchung, die sie direkt nachweist. Dann sind oft Termine in mehreren Fachrichtungen nötig, um andere Ursachen zu finden oder auszuschließen.
  • Seit Januar 2025 gilt eine Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses für Long COVID und Krankheiten mit ähnlichen Beschwerden. Eine ärztliche Ansprechperson, meist aus der Hausarztpraxis, koordiniert darin Untersuchungen und Behandlung.

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Befund: Unauffällig

Ein Hörspiel von Nachklang. 22 Minuten.