Atemzug

Thriller, 25 Minuten, beklemmend

Nach einem Einsturz sitzen der Sanitäter Lukas Brandt und der Bergbauingenieur Gerhard Westhoff in einem Kellergewölbe unter Essen-Stoppenberg fest. Gerhard schreitet die Wände ab: vier Meter zwanzig mal drei Meter zehn, sechsundzwanzig Kubikmeter Luft. Zu zweit reicht sie vier Stunden. Die Retter oben brauchen mindestens sechs.

Wer spricht

Gerhard Westhoff
Achtundsechzig, vierzig Jahre im Bergbau, Fachmann für Grubenbelüftung. Er ist als Berater vor Ort.
Lukas Brandt
Rettungssanitäter aus dem Vorerkundungstrupp. Seine Frau Julia erwartet in drei Wochen ihr erstes Kind.
Erzähler
Führt durch die Stunden im Kellergewölbe.

Gut zu wissen

  • Bergleute nennen die Luft unter Tage „Wetter“. Frische Luft ins Bergwerk zu bringen heißt Bewetterung, verbrauchte Luft mit zu wenig Sauerstoff heißt „matte Wetter“. Die Bewetterung war vierzig Jahre lang Gerhards Fach.
  • In Nordrhein-Westfalen kennt die Bergbehörde rund 31.000 verlassene Stollen- und Schachtöffnungen. Seit Mitte der 1960er Jahre gab es dort etwa 3.700 Tagesbrüche: Stellen, an denen der Boden über altem Bergbau eingebrochen ist.
  • Die Dahlbusch-Bombe aus Gelsenkirchen, 1955 gebaut, ist eine Stahlkapsel von 38,5 Zentimetern Durchmesser. Sie holt Eingeschlossene durch ein Bohrloch nach oben. 1963 rettete sie in Lengede elf Bergleute nach 14 Tagen aus 56 Metern Tiefe.

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Atemzug

Ein Hörspiel von Nachklang. 25 Minuten.