
Über dem Wald zuckt ein Blitz, und die Stimme rechts beginnt zu zählen: einundzwanzig, zweiundzwanzig. Das kann er, seit er acht ist, und er sagt es bei jedem Gewitter. Ihr liegt zu dritt auf einem Heuboden, du in der Mitte. Es ist trocken und warm, und der Regen trommelt direkt über euch aufs Dach.
Die Stimme links ist hergerannt, die Stimme rechts ganz gemütlich gegangen, und jetzt ist er nässer als sie. Das Heu piekst ein bisschen und riecht nach dem ganzen Sommer auf einmal. In einer nassen Papiertüte warten Kirschen. Bei Gewitter hat die Stimme links immer Herzklopfen, aber keine Angst, darauf besteht sie. Und weil man bei Gewitter zusammenrückt, gibt es plötzlich eine neue Regel.
Eine Folge über die Sekunden zwischen Blitz und Donner, über Regen auf dem Dach und ein Gewitter, das von innen ganz still ist. Am schönsten mit Kopfhörern.









